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#Industrie 4.0: 5G-Technologien funken im Werk von e.GO

06/19/2019

e.GO Mobile, Ericsson, Vodafone und SEW-EURODRIVE realisieren den industriellen Einsatz von 5G-Technologien über ein privat genutztes Mobilfunknetz

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e.GO Mobile, Ericsson, Vodafone und SEW-EURODRIVE realisieren den industriellen Einsatz von 5G-Technologien über ein privat genutztes Mobilfunknetz

Aachen, Bruchsal, 19.06.2019: e.GO Mobile, Hersteller von Elektrofahrzeugen mit Sitz in Aachen, Ericsson, Vodafone und SEW-EURODRIVE realisieren den Einsatz von 5G-Technologien über ein autarkes Mobilfunknetz. Dazu rüstet SEW-EURODRIVE ein erstes mobiles Assistenzsystem für die Fertigung bei e.GO Mobile auf die 5G-Technologien um.

Der Hersteller von Elektrofahrzeugen e.GO Mobile geht in vielen Dingen neue Wege. So setzt e.GO in seiner modernen Fertigung und Montage im Werk 1 voll auf die Konzepte von Industrie 4.0. SEW-EURODRIVE war hier bereits in der Konzeptionsphase eingebunden. In der jetzigen Umsetzung kommen mobile Assistenzsysteme aus Bruchsal in der Aachener Fertigung zum Einsatz.

Auch in der Vernetzung und dem damit verbundenen Datenaustausch der mobilen Assistenzsysteme untereinander sowie mit anderen Produktionsschritten geht e.GO Mobile neue Wege. In der Kommunikation startet das Unternehmen jetzt gemeinsam mit Vodafone, Ericsson und SEW-EURODRIVE die Datenkommunikation über ein Mobilfunknetz, welches vollständig vom öffentlichen Mobilfunknetz isoliert ist. Dazu nutzen die Unternehmen die schon jetzt verfügbaren Standards und Protokolle der kommenden 5G-Technologie. SEW-EURODRIVE rüstet in diesem Zuge ein erstes mobiles Assistenzsystem auf die modernen Mobilfunkstandards um, weitere könnten im Anschluss folgen.

Damit kommen erstmals in Deutschland in der Automobilproduktion in einem autarken Netz die 5G-Technologien „Mobile Edge Computing“ und „Network Slicing“ zum Einsatz. Mobile Assistenzsysteme, Maschinen und Werkzeuge tauschen so nahezu in Echtzeit Informationen aus – über den aktuellen Standort, zum momentanen Batteriezustand oder zur geplanten Fahrroute. Die moderne Mobilfunktechnologie, die Vodafone speziell und virtuell für das e.GO-Werk 1 bereitstellt (Network Slicing), verringert die Verzögerungszeit, mit der die Daten übertragen werden (Latenz) auf weniger als zehn Millisekunden. Die mobilen Assistenzsysteme sind mit Sensoren ausgestattet erfassen eigenständig sämtliche Umgebungsinformationen. Weil die erfassten Daten direkt in der Produktionshalle in kleinen Echtzeit-Rechenzentren (Mobile Edge Computing) ausgewertet werden, gelangen sie per Mobilfunk in Echtzeit zurück zum Fahrzeug. Dieses passt, basierend auf den analysierten Daten, die Fahrtrichtung an, lenkt, bremst und beschleunigt selbstständig. Im Nahfeld kann ein mobiles Assistenzsystem natürlich mit der eingebauten, referenzlosen Navigation oder einem anderen Ortungsverfahren autonom navigieren.

Mit dem Einsatz der 5G-Technologien kommen damit schon heute erste Technologien von morgen produktiv zum Einsatz. Kleine Echtzeit-Rechenzentren (Mobile Edge Computing) verarbeiten die Daten ab sofort direkt in der Produktionshalle. Network Slicing schafft für e.GO ein autarkes Netz nach Maß – exakt optimiert für die Anforderungen, die die Serienproduktion des kleinen Elektroautos stellt. Insgesamt 36 kleine Mobilfunkantennen garantieren in der 8.500 Quadratmeter großen Produktionshalle künftig Bandbreiten im Gigabit-Bereich und niedrige Latenzzeiten von wenigen Millisekunden. Die Kommunikation zwischen den Maschinen untereinander wird so noch schneller, die digitale Durchdringung der Produktionsprozesse höher und Arbeitsabläufe noch effizienter. Damit lösen die beteiligten Unternehmen die WLAN-Kommunikation ab und bauen schon jetzt einen wertvollen Erfahrungsschatz in der Nutzung zellfunkbasierter Kommunikation auf.

Die wohl erste entsprechende Anlage wurde am 19.06.2019, in einer feierlichen Veranstaltung, im Beisein von Prof. Günther Schuh (CEO e.GO Mobile AG), Hannes Ametsreiter (CEO Vodafone Deutschland), Alexander Saul (Geschäftsführer Firmenkundengeschäft, Vodafone Deutschland), Prof. Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen und SEW-EURODRIVE, im Aachener Werk von e.GO in Betrieb genommen.